Beiträge von Harvey

    Teil 2
    22.06.2017307km59591


    Gleich nach dem morgendlichen Abstecher ins Cafe schnallen wir die Sachen wieder auf die Mopeds und machen uns entlang der Küstenstraße SS113 auf den Weg nach Palermo um von dort nach Neapel überzusetzen. Andy hat es einer artistischen Glanzleistung und dem reaktionsschnellen Handeln des Entgegenkommenden zu verdanken, dass er nicht unter die Räder gekommen ist. Plötzlich ist ihm bei wirklich geringer Geschwindigkeit in einer leichten Rechtskurve zeitgleich Vorder- und Hinterrad weggegangen die karre rutschte, die Beine flogen durch die Luft, der Klapphelm schlug zu und irgendwie kam sie dann wieder hoch. Achim ging voll in die Eisen, der Gegenverkehr warf einen Anker und blieb stehen. Andy musste sich dann auch erst einmal wieder sammeln und wir eine rauchen. Danach ohne Zwischenfälle bis zum Hafen. Wir haben noch rund 3,5 Stunden Zeit bis zum Einschiffen und sehen uns das rege Treiben am Hafen an. Endlich an Bord belegen wir unsere Kabinen und bekommen einen Schock über die Preise an Bord. 25€ für ein paar Nudeln, ein Stück Braten und ein kleines Bier. An Deck sehen wir entspannt dem weiteren Beladen der Fähre zu und genießen dann die Fahrt in die Abendsonne.


    23.06.2017235km59898


    Es ist 04:30 Uhr und ich sitze an Deck, genieße die Morgenröte über Capri und den Ausblick auf die aufgehende Sonne über dem Vesuv. Ein schnelles Frühstück an Bord und um 07:30 Uhr können wir das Schiff verlassen. Quer durch Neapel, wo wir von dem Navi durch irgendwelche Gassen in denen wir nicht alleine fahren wollen, geleitet wurden und der Dreck sich an allen Ecken und Enden stapelt geht es über diverse Bergpässe (Passo de Leonardo)in Richtung Pescara. Auchhier findet das Navi Wege, welche eigentlich für die Weinbauern bestimmt sind und mit Straßen nichts gleich haben. Aber es macht Spaß sich darauf zu bewegen. Zwischendurch machen wir immer wieder kleine Pausen da ja noch bei der Rennserie (Bördesprint)Andys Sohn mitfährt und wir auf dem Laufenden bleiben wollen. Zum Rennen selber machen wir die letzte halbe Stunde Rast und schauen uns den Zieleinlauf bei kleinen Burgern und Wasser an. Bei Silvi finden wir einen Campingplatz (Camping Torre de Cerrano) direkt am Wasser, welcher hauptsächlich von Einheimischen genutzt wird. Auf unsere Frage nach einem großen Stück Fleisch strahlt uns der Wirt an und fragt „Tomahawk Steak“ was wir mit einem Lächeln dankend annehmen. Er fährt los und besorgt uns wirklich ein ca 40 Unzen Steak welches auf den Punkt gegart wird und einfach saulecker ist. Abends nur die Isomatte auf den Boden ausgerollt und dann des Nachtens dem Zirpen der Zikaden gelauscht und versucht den Ameisen auszuweichen.


    24.06.2017249km60085


    Wir haben uns nun entschlossen in Richtung Rimini zu starten und nachdem wir für die ersten 40 km auf der Küstenstraße mehr als 1,5 Stunden benötigt haben (ein Ort an dem Anderen und nur Schneckentempo bei zunehmenden Temperaturen) geht es kurzerhand auf die Bahn (für 186km zahlen wir 13,40 €) Auf einem absoluten 4**** Campingplatz können wir wieder unsere Isomatten ausbreiten und kochen Abends Gulasch mit Nudeln.


    25.06.2017269km60334


    Morgens sind die Sachen noch feucht. Die Nachbarn grüßen mich freundlich, da ich anscheinend etwas lauter geatmet habe beim Schlafen (ich doch nicht) Wir wollten eigentlich die restlichen Nudeln anbraten, doch irgendwie brennt der Topf zu schnell an. Somit also doch nur ein bisschen Brötchen mit Aufschnitt und dann ab in Richtung Bardolino. Heute gehen wir gleich auf die Bahn und fahren auf der Mautstr. Von Bologna bis Verona. Auf dem dortigen Campingplatz Europa nehmen wir uns jeder eine kleine Hütte und schlappen dann in die nahe gelegene „Speckstube“. Dort sehen wir uns die Reste vom Formel I Rennen an. Zum Abend hin genehmigen wir uns auf dem Campingplatz eine Pizza und lassen den Tag verklingen. Zwischendurch noch schnell Andy sein Bein versorgt da es ziemlich geschwollen ist und das Andere sich unter dem Schorf leicht entzündet hat.


    26.06.2017385km60603


    Alle haben lange und erholsam geschlafen. Wir hatten uns ja schon beim letzten Treffen wieder mit Christian bei Imst verabredet und somit starten wir durch. Über Landstraßen geht es durch Mori-St.Leonhard in Passier-Jaufenpass-alte Brennerstr. nach Imst. Unterwegs gibt es einen schweren Radfahrerunfall auf der Gegenfahrbahn mit einem paraolympischen Fahrer welcher mit einer schweren Kopfverletzung auf der Fahrbahn liegen bleibt. Zum Glück sind Ersthelfer und die Polizei schnell da. Wir landen auch noch in einer Herde von Kühen welche sachte auf der Fahrbahn ihren Weg suchen. Glücklicherweise ist kurz vor uns ein Milchbauer mit seinem Transporter vom Fahrbahnrand angefahren, sodass wir nicht schnell unterwegs gewesen sind.Nach fast neun Stunden sind wir dann endlich angekommen und werden von Christian in einem kleinen Hotel untergebracht. Abends regnet es wie aus Eimern und da die Prognosen für den nächsten Tag auch nicht besser aussehen entschließen wir uns einen Tag auszusetzen.


    27.06.201760988


    Andy geht nur zum Frisör, Achim will sich massieren lassen und ich möchte einfach nur ein wenig spazieren gehen. So verbringen wir den Tag mit nichts tun und treffen uns zur Vesper im Biergarten gegenüber. Abends sind wir mit Christian verabredet der uns in seinem Restaurant Monstersteaks zubereitet. (zw.1420-1720gr pro Person) hinterher noch ein kleines Eis und dann ab in die Falle.


    28.06.2017465km60988


    Wir wollten eigentlich in Richtung Passau starten aber plötzlich werden Andy seine Schwindelanfälle immer stärker (bei dem Wegrutschen muss er sich den Nackenwirbel verschoben haben) und wir beschließen in Richtung Heimat durchzustarten. Notfalls wollen wir Andy sein Moped unterstellen und ihn ins Flugzeug setzen. Nach einem kleinen Karree durch Imst geht es über die 171, B2 B22 B470 bis in den Frankenwald nach Vorderreuth kurz hinter Bayreuth zum Gasthaus Martinshof. Dort ist auch eine Bikergruppe untergekommen welche mit ihren „Dickschiffen“ unterwegs ist. Der älteste von denen war 80!!!


    29.06.2017334km61453


    Achim hat Geburtstag und die Wirtin hat ihm Blümchen und eine Kerze auf seinen Frühstücksplatz gestellt. Seit fünf Uhr morgens ist es am Regnen und wir starten mit unseren Pellen an.


    Der Regen wird immer stärker, sodass wir bei Hof auf die Bahn gehen und auf der A9 bis zu Hermsdorfer Kreuz durchziehen. Nachdem wir getankt haben machen wir ein paar Ausfahrten weiter einen Stopp und verabschieden uns von Achim der nun seine Fahrt nach Hause alleine fortsetzt. Da wir den regen anscheinend hinter uns gelassen haben ziehen Andy und Achim ihre Pellen aus in der Hoffnung dass alles gut geht. 60 km vor Berlin verabschiede ich mich auch noch von Andy bei einer gemeinsamen Zigarette. So sachte setzten die ersten Regentropfen ein und plötzlich bricht der Himmel über mir zusammen. Im Baustellenbereich bei Michendorf steht mir das Wasser bis zur Radnabe. Autos rutschen aus den Kurven und ich frage mich kurz ob ich nicht irgendwoher Wasserski als Gleitkufen bekommen könnte. Aber Augen zu und durch. Die letzten 60 km schaffe ich auch noch und so komme ich ziemlich kaputt und müde zu Hause an. Aufgrund des Wolkenbruchs benötige ich für die letzten 7km eine dreiviertel Stunde. Dann nur noch den Tankrucksack und die Gepäckrolle abgeschnallt und dann aufs Sofa. Mein Bruder möge es mir nachsehen, dass ich seiner Einladung nicht gefolgt bin, aber ich war nur noch hohl.


    Endkilometerstand61787gesamt gefahren 5282km


    Resume


    Es war eine hammergeile Zeit, die ich auch wieder nicht missen möchte.


    Vielen Dank an Tati für ihre Entbehrungen.


    Auch nach dieser Fahrt muss ich erst einmal wieder ankommen.


    Wir hatten alles von Regen bis Hitze, traumhafte Ausblicke und weniger schöne Ansichten, schöne Kurven und das Wichtigste wir sind alle heil geblieben sowie keine nennenswerten Ausfälle.


    Wir sind zwar nicht bis nach Malta gekommen hatten aber trotzdem unseren Spaß


    Nette Leute kennen gelernt und vielfältig gegessen.


    Nun ist es an der Zeit das Achim mit der Planung anfängt, da seine Tour in drei Jahren vermutlich durch Rumänien geht.


    Danke auch an Andy und Achim die mein Schnarchen wie wahre Helden ertragen haben ohne groß zu klagen.


    Jederzeit wieder

    Italien 2017
    Andy(Grisu), Achim und ich hatten die Absicht eine Tour nach Malta zu machen.
    Die Richtung stand und somit ging es am 12.06.2017 ohne große Vorplanung los.
    Da Andy
    12.06.2017510km56505
    Die Motorräder waren beladen und Andy trifft sich mit mir um 07:00 Uhr an der „Spinnnerbrücke“ in Berlin. Nach einem entspannten Frühstück geht es auf die Bahn bis nach Dessau, wo wir uns um 09:30 Uhr mit Achim treffen. Ein schneller Kaffee bei dem großen MC’es und schon geht es über Landstraßen (Halle-Schleitz-Amberg) bis nach Hohenfels zur dortigen Fichtenranch. Nach 510 km haben wir diese erreicht und mieten uns hier kleine Hütten, welche in einfacher Holzbauweise errichtet wurden und lediglich jeweils zwei kleine Betten beinhalten. Leider gibt es nicht die so im Internet gelobten Rippchen, sodass wir jeweils eine Portion Chili mit Pommesund Käse überbacken gereicht bekommen. Schnell noch an meiner Vara geschraubt, da mein Navi nicht geladen wird. Das Massekabel an einem Relais war falsch gesteckt. Abends wurde uns noch eine Schubkarre mit Brennholz zur Verfügung gestellt welches auch völlig vernichtet wurde.
    13.06.2017315km57015
    Nach einem schnellen Frühstück geht es Richtung Österreich. Wieder ausschließlich Landstraßen (Neustadt-Pfaffenhofen-Regensburg -München-Kochel am See –Garmisch-Imst) mit einem kurzen Snack in einem Münchener Biergarten, wo mich fast der Schlag trifft, da ich nach einer halben Stunde feststelle, dass ich meine Geldbörse, nebst Papiere, auf dem Koffer meiner Vara habe liegen lassen. Aber da gehen die Uhren noch anders und es ist noch alles da. Schwein gehabt, da sie fast meine gesamte Urlaubskasse beinhaltet!! Abends die Zelte aufgebaut und dann in ein Restaurant, da Andy bereits im März hier war und uns das Lokal wärmstens empfohlen hat. Lecker Steak (Sirloins) und noch diverse selbstgebrannte Schnäpse auf Kosten des Hauses. Da mein Navi immer noch spinnt, greift Achim in seine Teilekiste und lötet schnell ein neues Massekabel ein, da das andere gebrochen war.
    14.06.2017279km57330
    Es geht von Imst in Richtung Gardasee. Der Weg führt uns über Roppen-Sautenes-Ötztal-Timmelsjoch-Meran-Malcesine. Auf dem Timmelsjoch(2509m)geht es über eine Mautstr. Bis hin zu dem dortigen Motorradmuseum. Eine herrliche Aussicht, welche aber durch leichte Regenschauer getrübt wird.es geht weiter bis nach Malcesine am Gardersee, auf den dortigen Campingplatz (Camping Lombardi) wo wir auf Grund des Regens zunächst einmal keine Zelte aufbauen sondern essen gehen. Danach ist das Wetter nicht besser. Wir bekommen von Gästen des Campingplatzes ein paar Gesangseinlagen (eine Münchnerin mit ihren Eltern) und Achim verschlägt es zum Schlafen zu den Waschmaschinen des Platzes. Andy und ich ziehen unsere Kombis an und ruhen zunächst einmal unter einen halben Zeltdach im Sitzen. Gegen 02:30 Uhr hat der Regen aufgehört wodurch wir uns entschließen zumindest die Isomatten auf den Boden zu schmeißen und wenigstens etwas die Knochen auszustrecken.
    15.06.2017351km57609
    Mit müden Knochen starten wir in Richtung Pisa. Zunächst entlang am Gardasee über Bordolino nach Verona-Carpi-Reggio emilia- nach Viareggio. Traumhafte Strassen, vor allem ist der „Passo delle Radici“ sehr zu empfehlen. Leider holt uns der Regen immer wieder ein und wir entschließen uns auf dem Campingplatz ein paar Hütten zu mieten. In dem Restaurant lassen wir es uns bei Antipasti und Steak gut ergehen. Achim und ich haben festgestellt, dass unsere Badelatschen den Temperaturen nicht gewachsen sind, da sich zumindest bei meinen die Sohle ablöst und somit erwerben wir für 9,50 Euro Neue.
    16.06.2017526km57960
    Wir starten am frühen Morgen nachdem wir das Frühstück auf der Terrasse eingenommen haben in Richtung Pisa. Als wir am Turm angekommen sind, stellt Andy fest, dass er sein Handy im Bungalow hat liegen lassen. Nachdem wir es abgeholt haben starten wir erneut in Richtung Nettuno. Nachdem wir Rom durchquert haben kommen wir ziemlichkaputt und Müde in Nettuno , Camping Parco della Gallinara an. Uns schlackern noch ein wenig die Knie, da wir unterwegs fast von einem entgegenkommenden Pkw der deutlich zu schnell aus der Kurve getragen wurde, umgelegt worden wären. Dabei hat die Fahrerin am Lenkrad gerissen und kam noch weiter auf unsere Spur. Wären wir eine halbe Sekunde schnellere gewesen… Auf dem Campingplatz einen Bungalow wo Achim und Andy aber aufgrund der Hitze es vorziehen auf der Terrasse zu schlafen. Vorher gönnen wir uns aber wieder etwas Pizza und Schinken. Ach in dem Außenbereich des Restaurants dürfen wir nicht rauchen, sodass wir nicht mehr ganz so lange am Tisch sitzen bleiben und uns in die Bar verziehen
    17.06.2017298km58457
    Nach einem schnellen Frühstück geht es über die Autobahn/Mautstr. , da wir für die ersten 40km fast 1,5 Stunden gebraucht haben. Die Temperaturen sind hoch auf 37 Grad, sodass ich mich dazu hinreißen lasse in Motorradjeans und T-Shirt weiter zu fahren. Andy fährt bereits seit gestern so. Camping Village dei Pini bei Paestum ist unser Ziel und dort nehmen wir zwei Bungalows, wobei Achim wieder draußen schläft.
    18.06.2017353km58755
    Die Nacht war ziemlich kurz für uns, da in weiter Entfernung, am Strand, ein mörderischeReggae Party lief, welche bis um 05:30 Uhr andauerte. Achim schaute verträumt zwischen beiden Motorrädern hoch und freut sich über den Kaffee welcher ihm gereicht wird. Die Etappe geht über Sapri in Richtung Bagnara Calabra. Unterwegs sehen wir viele Bergfeuer welche durch die Bewohner scheinbar völlig außer Acht gelassen werden. Auch tut es uns weh zu sehen, wie sehr auf den Landstraßen sich eine wilde Müllkippe an die Andere reiht. Schade das ein so schöner Landstrich so außer Kontrolle geraten ist. Wir checken am späten Nachmittag im Grand Hotel Victoria ein, da Andy da bereits im März war und von den Steaks schwärmte. Somit stand das Abendbrot schon mal fest. Der Ausblick aus dem Zimmer ist traumhaft und gibt bei sommerlicher Abendröte einen klaren Blick auf Sizilien frei. Abends noch einen kurzen Abstecher in die Pirati-Bar welche gegenüber des Hotels liegt. Zunächst wird uns das Rauchen untersagt bis zu dem Moment da Andy mit dem Chef spricht und plötzlich stand der Ascher auf dem Tresen (Andy war halt schon mal da).
    19.06.201752km59108
    Wir werden mit leichtem Meeresrauschen wach und haben einen leicht getrübten Blick auf Sizilien. Containerschiffe ziehen in der Ferne ihre Runde und die Sonne geht sachte auf. Es geht ab zum Hafen von Giovanni und von dort aus mit der Fähre nach Messina auf Sizilien. Das Meer ist so ruhig und die Überfahrt so kurz, dass die Motorräder nicht einmal angegurtet werden. Von dort aus weiter nach Fondacello in die dortige Apartmentanlage“ la Baia di Ulisse“. Auch wieder direkt am Strand mit einem herrlichen Ausblick auf Vulcano, Lipari und Panarea. Aber auch die Strandbar „Kamar“ lächelt uns an, sodass wir uns entschließen mal einfach gar nichts zu tun, außer mal schnell die Wäsche zu waschen, die Koffer abzusatteln und gemütlich in der Sonne zu sitzen. Wir haben uns für drei Nächte eingemietet lassen den Abend wie üblich mit Antipasti und Pizza ausklingen.
    20.06.2017244km59160
    Andy hat heute Geburtstag und mangels Möglichkeiten gibt es leider nur ein wenig frisches Gebäck und ein „Happy Birthday“unter seinem Balkon. Im Cafe an der Ecke einen frühmorgendlichen Kaffee und dann zurück zum Frühstück. Geplant für den Tag ist eine Rundstrecke zum Etna, welche nur aus Kurven besteht. Die Strecken sind sehr unterschiedlich ausgebaut und durch den Bewuchs lässt sich so manch eine Unebenheit schwer erkennen. Unterwegs sehen wir uns mitten auf der Fahrbahn ein paar Kühen und auch mal einer Schlange gegenüber. Andy hat mir für den Rückweg vom Etna die Führung überlassen und an einer Kreuzung vergewissere ich mich nochmal nach dem Weg. Andy der damit nicht gerechnet hat bekommt die Füße nicht mehr rechtzeitig auf den Boden und legt seine BMW auf die Seite. Hierbei schlägt er sich auch noch das Schienbein auf, da er an der Fußraste hängen bleibt. Ansonsten verläuft die Fahrt fast reibungslos außer das wir fast noch eine Treppe, welche nach einer Steigung plötzlich den Weg der Fahrbahn fortführte hinab gefahren wären. Wir nehmen am Abend das eine oder andere Getränk auf Andys Wohl zu uns.
    21.06.2017187km59404
    Morgens kommen wir alle nicht so recht in den Tritt und nach einem “Plausch“ mit Andy in unserem Cafe geht es in Richtung Taormina, einem kleine Bergdorf mit extrem kleinen Gassen und einer herrlichen Aussicht. Unsere Abfahrt aus dem Dorf ist gerade mal 1,20 m breit. Unterwegs wird Andy fast von einem Lkw in die Leitplanken gedrückt. Schöne Bergpassagen und eine Küstenstraße welche auch die Lkw-Fahrer zum Schneiden der Kurven verleitet. Vor Achim und mir jagt ein Transporter durch die Kurven wo wir beide nur hoffen das ihm Niemand entgegen kommt. Infolge der Wärme fließt das ÖL aus meinem Kettenschmiersystem schneller raus und ich muss nachfüllen lassen. In einer kleinen Werkstatt bekomme ich Hydrauliköl welches mittels einer Spritze eingefüllt wird. Leider übersehe ich beim Abstellen der Vara den losen Asphalt und nun lege mein Moped auf die Seite. Aber auch hier ist bis auf ein paar Kratzern nichts passiert. Abends geht es wieder ins Kamar wo der Abend ausklingt.

    Hallo Gemeinde der blauen Seiten
    wollte mich nur wieder heile zurück melden. Achim, Grisu und meine Wenigkeit sind vor 19 Tagen nach Sizilien aufgebrochen :grinreihe:
    und Gestern Alle wieder heile im jeweiligen Heim angekommen.
    Bericht folgt noch.
    Nur soviel es war wieder sehr erlebnisreich und hammergeil


    Lieben Gruß
    Harvey

    Hallo Harvey


    es könnte sein das ich in meinem Schraubenberg auch noch eine habe vorn oder hinten oder beide


    schaue morgen nach

    Hat sich gerade erledigt, da ich Micha seinem Link folgend die Achse bestellt habe.
    Trotzdem vielen Dank für Deine Bemühungen.
    Gruß
    Harvey


    Dankeschön:applaus:
    angeschaut und bestellt.
    Gruß
    Harvey


    Somit hat sich das Thema erledigt :wink::wink:

    Oh ich kleine Schluse,
    meine Dicke steht ja Tag ein Tag aus vor der Tür und wird so der Witterung ausgesetzt.
    Nun habe ich ihr neue Schuhe gegönnt und dabei festgestellt, dass die Achse fest sitzt. Mit dem :hammer: überzeugt
    und dabei das Gewinde zerstört. Hat jemand noch eine brauchbare Achse mit Mutter für die Duale zu liegen, im Netz sind bisher nur
    extrem angelaufene zu finden.
    Gruß
    Harvey

    Hey Kaschte
    netter Bericht den du da verlinkt hast. Ja ich kann das Fernweh nur zu Gut verstehen und sehne mich selber schon nach der nächsten Tour. Ich hoffe das es weiterhin dabei bleibt, dass ich nächstes Jahr den "Stiefel" umrunde. Auf jeden Fall habe ich im Sommer vier Wochen Urlaub und bis dahin auch das nötige Reisegeld. Eine genaue Route haben wir nicht festgelegt sondern wir werden sehen wo entlang uns die Moppeds treiben.
    Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit
    Harvey

    Hallo ihr Lieben
    Herzlichen Dank für die Glückwünsche. Bin leider wie so oft viel zu selten online geschweige das ich mich irgendwie melde. Liebe Grüße an Alle und bleibt knitterfrei

    Teil II
    Tag 12 Fr. den 17.07.15 Rund 452 km
    Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Jugendherberge starten wir um 09:00 Uhr Richtung Nordkap. Wir lassen es ruhig angehen und machen viele kleine Stopps um die Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Endlose Weiten trockener Asphalt und schöne Kurven bei halbwegs angenehmen Temperaturen- was beschweren wir uns eigentlich, wir sind am Nordkap – Nach meinem Tacho bin ich bis zum erreichen des Nordkaps 4997 Kilometer gefahren und habe keine davon bereut als wir um 13:00 Uhr das Nordkap, bei strahlendem Sonnenschein, erreichen. Klar Eintritt bezahlen, diverse Bilder machen, Postkarten verschicken und dann – jeder von uns nimmt sich einen Augenblick Zeit und lässt, diesen wunderschönen Augenblick, anders auf sich wirken. Beeindruckend wie klein der Mensch doch ist. Nicht des so trotz, müssen wir auch wieder zurück und machen uns wieder auf den Weg. Wir fahren durch mehrere Tunnel und jeder hinterlässt andere Eindrücke. Mal dunkel und kalt, dann wieder hell erleuchtet und auch einfach nur ein Tunnel. Wir landen schließlich, nachdem wir wieder einmal nicht so viel Glück mit der Auffindung einer Unterkunft hatten, bei Alta Strandcamping & Apartments. Hier finden wir ein Apartment mit klasse Ausstattung und treffen sogar noch auf bereits bekannte Gesichter. Wir hatten noch unterwegs eingekauft und es gab zur Feiere des Tages, ein Steak und ein Tässchen Bier.
    Tag 13 Sa., den 18.07.15 Rund 465 km
    Nach einer Nacht in dem neuen Apartment starten wir wieder einmal bei strahlenden Sonnenschein und können somit die Aussicht auf diverse Gebirgswasserfälle, riesige Fischreusen und endlos scheinenden Straßen genießen. Wir machen unterwegs Pause an einer Fischerhütte, welche eine Terrasse direkt am Wasser hat. Hier bauen wir wieder unseren Kocher auf und nehmen eine Zwischenmahlzeit, aus heißen Würstchen und ein paar Broten, zu uns, dazu Banane und ein Snickers. Unser Ziel für den Tag ist Elvelund Camping, wo wir auch zwei Doppelzimmer ergattern und den Abend bei Pizza und Fleischplatten ausklingen lassen.
    Tag 14 So., den 19.07.15 Rund 485 km
    In relativ weichen Betten, erstaunlich gut geschlafen. Unser Ziel ist es auf die Lofoten zu kommen. Der Himmel hängt voller Geigen aber unsere Hoffnung besteht, dass es doch noch aufklart. Wir fahren über viele Brücken und durch eben so viele Tunnel. Auf einer Tankstelle entschließen wir uns doch das Regenzeug überzuwerfen und kam das wir sie angezogen haben geht es auch schon los mit dem Regen. Aber nicht nur der Regen macht uns zu schaffen, denn die Berge locken auch viele Radfahrer an, welche teilweise den Verkehr doch etwas beeinflussen. Wir versuchen mehrfach unterwegs eine Hütte zu ergattern, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt ist. Somit ziehen wir auf den Lofoten durch bis nach Moskenes um dort, mit der Fähre Richtung Bodo, mitzukommen. Wir haben Glück und so können wir, bei ziemlichen Seegang, auf die Fähre. Die Moppeds gut angeschnallt und fest verzurrt, können wir uns mit einem Lächeln, einige Leute betrachten, die am „opfern“ sind und sehen auch noch, wie in einem gespielten Witz, Personen über das Deck fliegen, welche vergeblich versucht haben, eine Tür zu öffnen und nicht damit gerechnet haben, dass der Wind die Tür etwas schneller öffnet. Nein, der Person ist nichts weiter passiert. Um 23:00 Uhr hat die Fähre angelegt und wir lassen uns auf dem erst besten Campingplatz nieder. Unterwegs hatten wir ein paar Hot Dogs an der Tanke und auf der Fähre gab es noch Baguette. Also schnell noch unsere Zelte aufgebaut und tief geschlafen.
    Tag 15 Mo., den 20.07.15 Rund 320 km
    Als wir am Morgen wach werden, wissen wir warum der Campingplatz so günstig ist; er liegt genau an einem Flugplatz und das ist schon ein ordentlicher Wecker. Zum Glück hatte Holger zwischenzeitlich eingekauft und somit gibt es ein schnelles Frühstück. Achim ist ein bisschen angeschlagen, da sein neu erworbener Schlafsack auch nicht das gelbe vom Ei ist und er seine Knochen nicht warm bekommt. Wir können den Wettergott dieses Mal nicht bezirzen. Bereits nach 15km werfen wir wieder die Regenkombis über und wir fahren über die Küstenstr. bis nach Foroy bis zur Fähre und setzen nach Ägskardet über. Von hier aus geht es weiter, über herrliche Kurven bis nach Jektvik, um von dort aus, mit der nächsten Fähre, bis nach Kilboghamm zu kommen. Trotz des Regens versuchen wir zügig vorwärts zu kommen. Mit der 2. Fähre überschreiten wir den Polarkreis in umgekehrte Richtung. Wir stellen fest, dass uns kalt ist, wir ein leichtes Gefühl des Hungers verspüren und unsere Klamotten nach einer Waschmaschine schreien. Andy bucht von unterwegs (kleine Rast auf einem Parkplatz mit Würstchen und Broten) ein Apartment das über 140 qm groß ist und genügend Platz bietet. Wir gehen noch schnell einkaufen und abends gibt es Kotelett mit Gemüse. Wir fahren über riesige Brücken (für Pkw Mautpflicht Kräder noch frei). Abends noch Wäsche waschen und durch den Trockner jagen, damit wir wieder aus dem Vollen schöpfen können.
    Tag 16 Di., den 21.07.15 Rund 534 km
    Heute gibt es mal einen Tag auf der Bahn und wir ziehen die E6 bei durchwachsenem Wetter runter. Die Kruven werden, erst bei Nichteinhaltung der Höchstgeschwindigkeit, etwas freundlicher. Außer einem Parkplatz am See und einem schönen Wasserfall gab es keine Highlights. Da sich die Hüttensuche immer schwieriger gestaltet, fahren wir bis nach Storen Camping und nehmen uns dort zwei kleine Hütten, hauen uns ein paar Hühnerbeine in die Pfanne, etwas Gemüse dazu und fertig.
    Tag 17 Mi., den 22.07.15 Rund 440 km
    So für heute sind Kurven angesagt, denn es geht zu den Trollstigen und zum Geirangerfjord. Von hier aus noch über eine Mautstr. hoch zum Dalsnibba (Aussichtsplattform auf 1500m üMs. Zwar ist es kalt, es regnet und dazu noch der Wind, aber als wir Oben sind, scheint für einen Moment die Sonne, ein Regenbogen kommt heraus und alles ist wie weggeblasen. Faszinierender Anblick. Dann fällt uns aber auch auf, dass wir fast die Einzigen auf der Plattform sind, die Straßen glatt waren und wir auch nur auf zwei Rädern unterwegs sind. Andy ist schon los geschossen und hat uns eine Unterkunft in Oyberg Saeter besorgt, wo wir die Gunst der Stunde nutzen und unsere Moppeds mal wieder warten und alles zurecht rücken. Achim seine letzten Vorräte an Nudeln werden zu Nichte gemacht.
    Tag 18 Do., den 23.07.15 Rund 306 km
    Heute sind wir schon um 08:30 Uhr los gekommen. Es ging von Oyber Saeter uber die 258 zur E15. Nach 5 mehr oder weniger kleinen Tunneln (3-11 km) ging es zur Fähre von Mannheller nach Fodnes. Nach der Fähre folgt die Einfahrt in den Laedal Tunnel, welcher mit seiner Gesamtlänge von 24,51 km, der längste Tunnel der Welt ist. Dieser Tunnel ist einer der schönsten der Tour. Alle sechs km ist ein beleuchteter Nothaltepunkt errichtet, welcher in buntes Neonlicht (blau, gelb grün) getaucht ist. Der Tunnel führt fast bis nach Aurlandsvangen. Wer schon einmal dort ist, sollte auf keinen Fall den Abstecher zur Aussichtsplattform zum „Aurland Lookout“ in Stegastein, auslassen. Auf einem hölzernen Skywalk kann der schwindelfreie Betrachter eine herrliche Aussicht genießen. Nicht zu vergessen sind sowieso die vielen kleinen Serpentinen, die uns auf dieser Strecke durch Eis und Schnee geführt und dabei beeindruckende Bilder, bei mir, hinterlassen haben. Wir hatten Glück und haben in Stalheim eine Hütte mit drei Schlafzimmern und einer Sauna (Stalheim Fjellhytter) genommen und den Tag am frühen Nachmittag, bei leckerem Gegrilltemn, ausklingen lassen.
    Tag 19 Fr., den 24.07.15 Rund 532km
    Morgens, um halb zehn, sind wir bei leichtem Regen gestartet und das Wetter wollte den ganzen Tag nicht wirklich besser werden. Trotz des durchwachsenen Wetters, gab es doch ein besonderes Erlebnis. Der Vallaviktunnel, mit seinen 7510 Metern Länge, birgt ein besonderes Highlight. Er hat Mittig einen Kreisverkehr, welcher auch noch sehr angenehm beleuchtet ist. Weiter ging es durch weitere kleinere Tunnel und plötzlich standen wir mitten in einem Radrennen. Wir konnten uns langsam bis an die Spitze der „Verfolger“ vorarbeiten und wurden dann sogar, entgegen jeglicher Erwartung, von den Begleitfahrzeugen vorbei gelassen. Jedenfalls wurden im Vorfeld überholende Autos von der Polizei rausgeholt und stehen gelassen. So konnten wir uns an dem Feld, mit der nötigen Sorgfalt, vorbeimogeln und konnten so, mal locker 3-4 Stunden stockenden Verkehr, überbrücken. Durch unsere gewählte Bergroute trafen wir auf immer mehr unwillige Schafe, welche sich keinerlei Gedanken über den Verkehr machten und einfach auf der Straße liegen geblieben sind. Wir haben tapfer durchgehalten und sind dann 25km vor der Grenze nach Schweden bei Sigernessjoen Familiencamping angekommen, wo wir eine private Hütte erwischt haben. Hier gab es zwar nur ein „Plumpsklo“ aber dafür eine herrliche Aussicht auf den See und einen wunderbaren Kamin, welcher die Hütte innerhalb kürzester Zeit, mollig warm machte. Nachdem wir uns noch etwas Putenbrust mit Champignons und Spagetti einverleibt haben, ging es auch schon wieder in die Koje.
    Tag 20 Sa., den 25.07.15 rund 439 km
    Andy muss leider gen Heimat starten und wir fahren noch gemeinsam bis zur schwedischen Grenze, wo wir uns dann um 11:00 Uhr von einander verabschiedeten. Unterwegs setzt starker Regen ein und heftige Windböen schieben uns mehrmals Richtung Fahrbahnrand. Um 15:00 Uhr gönnen wir uns eine kleine Pizza. Nach einer Stunde hat der Regen noch immer nicht nachgelassen und wir bewegen uns weiter in Richtung Ostsee. Völlig durchnässt und vom Navi mehrmals fehlgeleitet, erreichen wir eine Unterkunft, welche uns trotz triefender Klamotten aufnimmt. Hier bin ich mir leider bei der genauen Anschrift nicht mehr sicher, sollte aber in der Nähe von Säters gewesen sein, da wir mit der Fähre am nächsten Morgen übergesetzt haben. Zumindest hatten wir genügend Platz( inklusive Heizungsraum und den gesamten Speisesaal), um unsere Klamotten zu trocknen. Schnell noch ein paar Köttbollar und Kartoffelsalat und dann ins warme Bettchen.
    Tag 21 So., den 26.07.15 Rund 437 km
    Es nieselt mal wieder und doch verzichten wir auf unsere Kombis beim Start um 10:00 Uhr. Mit der Fähre kurz übergesetzt und dann weiter in Richtung Öland. Zuerst wollten wir die Insel, welche mittels einer 10km lagen Brücke mit dem Festland verbunden ist, komplett umrunden. Nachdem wir aufgetankt und einen doppelten Hotdog zu uns genommen haben, starten wir zur Runde. Da das Wetter nicht wirklich mitspielt (extremer Wind) und der Bewuchs an den Küstenstraßen keine freie Sicht auf die Ostsee zulässt, entschließen wir uns auf der Mitte „durchzubrechen“ und machen uns auf den Weg nach Karlskrona, wo wir uns eine kleine Hütte (Skönstavik Camping) mieten und bei einer schönen heißen Gulaschsuppe den Abend ausklingen lassen. Schnell noch die Moppeds kontrolliert und dann ab in die Falle.
    Tag 22 Mo., den 27.07.15 Rund 484 km
    Wir kommen zeitig los und fahren gemäß Navieingabe eine kurvenreiche Strecke. Nach drei Stunden haben wir zwar 150 km hinter uns gebracht, sind aber nur 50 km vorwärts gekommen. Somit entschließen wir uns doch kurzfristig, zumindest für Teilstücke, auf die Bahn zu gehen. Wir setzten uns mit ein Paar Würstchen und nem Schokoriegel, welche wir uns von den letzten schwedischen Kronen gekauft haben, ans Ufer. Hier lassen wir uns den Wind um die Nase wehen und genießen den Blick auf die Öresundbrücke, mit ihren 7,8 km Länge. Nachdem wir die Brücke bei ziemlichem Wind überquert haben, geht es durch Kopenhagen, über die Bahn, dann in Richtung Idestrupp, wo wir uns, bei Marielist Ny Camping, eine Hütte mieten und unser letztes gemeinsames Abendmahl für diese Tour zu uns nehmen. Noch mal die Grillpfanne rausgeholt und etwas Gemüse dazu.
    Tag 23 Di., den 28.07.15 Rund 295 Km
    Unser letztes gemeinsames Frühstück, danach noch ein paar Sachen aufteilen, da Holger auf einer anderen Route weiter fährt und dann eine kurze Verabschiedung. Achim und ich fahren weiter in Richtung Gedser, um von dort aus, mit der Fähre nach Rostock, überzusetzen. Klar am Seehafen ist es windig und die Wehmut über das nahende Ende der Tour drücken auf das Gemüt. Da die Fähre gerade weg ist, müssen wir 90min warten, bis die nächste da ist. Die Überfahrt ist trotz welliger See kurzweilig. In Rostock angekommen tanken wir noch einmal die Moppeds auf und nun trenne ich mich auch von Achim. Um 13:45 Uhr verabschieden wir uns, nachdem wir nochmals einen Kaffee zu uns genommen haben. Für mich geht es direkt auf die Bahn nach Berlin. Obwohl der Wind an meinen Klamotten zerrt, der eine oder andere Schauer über mich herfällt, lande ich wohlbehalten um 15:32 Uhr in Berlin. Schnell ist die Maschine abgeladen und die erste Waschmaschine angeschmissen. Ich springe noch schnell in die Wanne und spüre, dass die Wärme in den Körper zurückkommt. Nun mache ich einen Abstecher in den Garten und stelle für mich fest, dass ich zwar zu Hause, aber noch lange nicht angekommen bin. Die Fahrt hat alle meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Die erlebten Eindrücke welche durch die Natur vermittelt wurden, sind einfach unbeschreiblich. Ich möchte mich hier ausdrücklich bei Holger, Achim und Andy bedanken, die zu diesem beigetragen haben. Nicht vergessen möchte ich Mike und Regina, welche eine ähnliche Tour hinter sich gebracht und uns ihrer Erfahrungen mitgeteilt haben. Auch hierfür meinen Dank. Wir sind Alle heil zu Hause angekommen und hatten keinerlei großen Ausfälle mit unseren Motorrädern. Eigentlich wollte ich meine nach der Tour wieder verkaufen aber:
    Wie heißt es so schön „nach der Tour ist vor der Tour“ und somit ist die Nächste für 2017 in Planung. Grüße und ich hoffe ihr hattet ein paar nette Eindrücke beim Lesen - Harvey

    Round about the Baltik Sea
    Ein Gedanke wird ausgesprochen und die Planung entsteht
    Zum Abgasen 2013 kam die Idee auf man könnte ja mal zum Nordkap fahren.
    Interesse war bei mehreren geweckt und die Überlegungen der Umsetzung wurden diskutiert.
    Man einigte sich darauf, dass mindestens vier Wochen für die Tour eingeplant werden sollten, da die Strecke über Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark führen sollte.
    Der anfängliche Gedanke, dass man ja auch noch Russland mit einbeziehen könnte, wurde aber auf Grund der schwierigen Visa-Bestimmungen verworfen.
    Nachdem die beste Reisezeit anhand von Wetterberichten der letzten Jahre ausgesucht und diese dann auch noch mit dem Ferienkalender des Jahres verglichen wurde, stand der Reisezeitraum fest.
    Es wurde der Juli 2015 festgelegt.
    Für uns stand fest, so wenig als möglich planen und sehen was auf uns zukommt.
    Hauptsache nicht zu viele Autobahnen, sondern viele Landstraßen.
    Nach kurzem hin und her sind vier Fahrer dann am 06.07.2015 zur Tour aufgebrochen.
    Andy, Achim, Holger und ich 2x Honda Varadero (SD02) 1x Varadero(SD01) und eine KTM Adventure.
    Tag 1, Mo., den 06.07.2015 Rund 430 km
    Gestartet bin ich um 07:00 Uhr und habe mich mit Andy, in Berlin Charlottenburg, auf einen frühen Kaffee, getroffen. Von hier aus ging es nach Tiefensee, wo Achim zu uns stoßen wollte. Eine riesige Überraschung für uns, unser (Leit-) Wolf wartete, mit frischem Kaffee auf uns, damit wir drei dann versorgt Starten können. Gemütlich ging es von hier aus Richtung Usedom, wo wir dann direkt nach der Brücke auf eine Zwischenmahlzeit eingekehrt sind. Hier ist dann auch Holger zu uns gestoßen, der nach diversen zeitlichen, witterungsbedingten Verschiebungen endlich den Weg zu uns gefunden hat. Von hier aus sind wir dann über Swinemünde bis nach Mölln gefahren um uns dort einen Campingplatz zu suchen. In unmittelbarer Küstennähe haben wir dann bei „Camping Rodzinny 105“ Obdach gefunden, unsere Zelte neben ein paar Bikern aufgebaut und haben dann nach einem abendlichen Spaziergang, bei Pizza und Bier, den Abend ausklingen lassen.
    Tag 2 Di., den 07.07.2015 Rund 370 km
    Morgens die Zelte zusammengepackt, die glücklicher Weise relativ trocken waren. Man merkt, dass der Eine oder Andere (mich selber eingeschlossen) längere Zeit, kein Zelt mehr abgebaut hat, was natürlich den Abfahrtstermin nicht gerade vorantreibt. Dafür haben wir gemütlich in der Sonne gefrühstückt und die Restfeuchte ist aus den Zelten gewichen. Dankender Weise konnten wir noch ein paar Filterkaffee von unseren freundlichen Nachbarn erhaschen und somit ging es dann frisch gestärkt über Stolp (slupsk) nach Danzig (Gedansk) und zur Marienburg (Malborg). Leider hier nur ein Blick aus der Ferne, da wir uns mitten im Berufsverkehr befunden haben. Von hier aus ging es weiter über Elbing (Elblag) bis zum Campingplatz „Vertigo Narie“ in Kretowiny. Auch hier schnell die Zelte aufgebaut, was sich schon deutlich schneller gestaltete und dann auf einer gemütlichen Terrasse bei ein paar Burgern den Tag ausklingen lassen.
    Tag 3 Mi., den 08.07.2015 Rund 420 km
    Nachdem es nachts leicht geregnet hat, starten wir trotzdem bei trockenem Wetter in Richtung Wolfsschanze, wo wir einen ausgiebigen Rundgang machen. Von hier aus ging es dann über Suwalki nach Kaunas, wo wir dann, nach drei vergeblichen Anläufen, ein Motel genommen haben. In zwei Apartments untergekommen, haben wir im Restaurant gegessen (Heilbutt, Ravioli und Hähnchen) und uns abends zusammengesetzt, um die nächste Route abzusprechen.
    Tag 4 Do., den 09.07.2015 Rund 440 km
    Es ging über die B222/144 in Richtung Berg der Kreuze. Ich kann nur sagen, dass derjenige, welcher in der Gegend ist, es sich nicht nehmen lassen sollte, diese Örtlichkeit aufzusuchen. Geschichtlich untermauert, stehen dort mehrere 10.000 Kreuze, welche immer wieder aufgebaut werden. Es geht weiter in Richtung Riga und dort nehmen wir, da es auch gerade anfängt zu schütten wie „sau“, in einer kleinen Kantine ein paar Schnitzel und Bouletten zu uns. Nachdem der Hunger gestillt war, ging es über diverse kleinere Schotterwege, weiter zum Bunkermuseum in Skalupes, welches leider aber geschlossen war. Dafür hatten wir aber die Gelegenheit mit einer von Hand gezogenen Holzfähre den Fluss Gauja zu überqueren. In Valmiera standen wir auf einem Golfplatz; zumindest so der erste Anschein. Es stellte sich aber schnell heraus, dass es sich hierbei mehr um ein Freizeitpark, mit allen möglichen Aktivitäten, handelte. Hier haben wir dann günstig zwei Hütten bekommen und an der örtlichen Tankstelle einen Imbiss zu uns genommen. Zeitgleich haben wir festgestellt, dass das Frühstück auch kostengünstig ist und wir unsere Vorräte am nächsten Morgen nicht angreifen brauchen. Abends noch einen Sprung in die hauseigene Sauna und dann selig geschlafen.
    Tag 5 Fr., den 10.07.15 Rund 330 km
    Morgens beim wach werden schon Regen Aber das hält uns nicht ab nach einem ausgiebigen Frühstück unseren Weg nach Tallin einzuschlagen. Es geht über diverse Schotterpisten über die „grüne Grenze“ mitten im Nirgendwo nach Estland. Mittags nehmen wir uns ein Sandwich an der Tanke und dann weiter in Richtung Tallin. In Tallin schauen wir uns zunächst den Hafen an und versuchen dann in Fährnähe ein Zimmer zu bekommen. Im gefühlt 25.ten Hotel kommen wir dann noch in einer Suite mit Beistellbett unter. Dafür haben wir einen Tiefgaragenplatz. Wir machen uns erst einmal frisch und nehmen auf einer Hochterrasse unser Essen zu uns. Anschließen noch einen Verdauungsspaziergang durch die Altstadt von Tallin, welche durch eine Festungsmauer umgeben ist. Grandiose Aussichten von den Stadtmauern geben uns das Gefühl alles richtig gemacht zu haben. Zwischenzeitlich kam auch mal die Sonne raus und wir wurden mit herrlichen Lichtreflektionen belohnt. Abends noch einen kleinen Absacker an der Hotelbar und ab in die Falle.
    Tag 6 Sa., den 11.07.15 Rund 470 km
    Ein schnelles Frühstück im Hotel eingenommen und dann die Moppeds gut verpackt. Auf geht’s in Richtung Hafen, wo sich Holger noch schnell ein Ticket für die Fähre zieht. Kurz vor dem Einfahren in die Fähre stellt Andy fest, dass ihm der Schlüssel zu seinem Koffer abgebrochen ist. Wie soll es anders sein, der Ersatzschlüssel liegt natürlich genau in diesem Koffer. Na trotzdem erst einmal auf die Fähre und die Moppeds angurten. Fest verzurrt lassen wir sie im Bauch des Schiffes zurück und gehen zu unserem gebuchten Frühstücksbuffet. Die Bäuche voll geschlagen machen wir uns auf dem Weg um das Gastgeschenk für unseren nächsten Gastgeber einzukaufen (vier Paletten Bier). Gut gerüstet genießen wir die Überfahrt auf dem windigen Sonnendeck und lassen uns die feuchte Gischt über die Kleidung blasen. In Helsinki findet unser Gastgeber (Mika) auch den Weg zu uns, lädt das Bier in seine Goldwing mit Anhänger und es geht los zu seinem Wohnort?????. Nach etlichen Kilometern auf der Autobahn kommen wir bei ihm an und er lässt uns erst einmal mitten in seiner Einfahrt stehen. Nach kurzen Augenblicken ist uns auch klar warum. Er hisst eine Deutschlandfahne um sein Gäste aus Deutschland ordentlich zu empfangen. Diese warme Herzlichkeit macht die Strecke vergessen und plötzlich ist die Sauna angeschmissen und wir „versacken“ biertrinkenderweise in der Sauna. Er zeigt uns seinen See und den Rest des Anwesens und wir können zwischen diversen Schlafstätten wählen. Seelig wenden wir uns unseren Betten zu und schlafen schlagartig ein.
    Tag 7 So., den 12.07.15 Rund 380 km
    Mikka hat in der Küche auf einer Bank geschlafen und gönnt uns ein typisch finnisches Frühstück. Haferbrei mit Zucker oder aber Marmelade.
    Nachdem wir uns bei Mikka, seiner Frau, bedankt und verabschiedet hatten, begleitet er uns noch eine Weile, zeigt uns noch zwei Wehre und einige Schleusen, welche im näheren Umfeld aufzufinden sind.
    Aber jede Zeit hat ihr Ende uns so fahren wir alleine weiter in Richtung Oulu. Es ist noch ein wenig frisch und man merkt doch, dass wir immer weiter nördlich fahren. Wir fahren relativ direkt nach Oulu, dort auf dem Campingplatz Nallkari. Hier haben wir eine herrliche Hütte mit Meerblick. Wir gehen schnell noch einkaufen und vernichten mal eben rund 2,8kg Fleisch lecker gegrillt auf Holger seinem Campinggrill sowie 1kg Gemüse. Abends noch einen Spaziergang zum Sonnenuntergang am Meeresufer und dann wieder selig einschlafen.
    Tag 8 Mo., den 13.07.2015 Rund 530 km
    Frühstück auf der Terrasse bei strahlenden Sonnenschein, so dass wir erst um 09:30 Uhr losfahren. Es wird unterwegs immer kälter, sodass wir immer öfter kleinere Pausen einlegen. Holger holt dann seinen Kocher raus und wir nehmen einen schnellen Kaffee und sogar noch ein Schnittchen dazu. Es geht in Richtung Polarkreis, den wir dann auch um 14:20 Uhr überschreiten. Wenn wir bisher gedacht haben wir sind schon weit gefahren, so wurden wir spätestens hier eines besseren belehrt. Kaum angekommen sehen wir vor uns sechs Motorräder aus Japan, welche schon seit 26 Tage unterwegs waren. Einziger Trost für uns, sie haben pro Motorrad ein Begleitfahrzeug dabei und scheinen unterwegs die Fahrer zu tauschen. Somit gehen wir auch in Santa Claus Village einkaufen und setzen unsere Fahrt fort. Ich merke, es ist nicht mein Tag, denn ich verliere meine Uhr (finde sie aber wieder), nachdem sich ein Stift verabschiedet hat und dann versenke ich beim nächsten Halt, bei einem Sumpfentenzuchtgebiet, auch noch mein Handy beim fotografieren auf dem Steg. Zum Glück kann dieses noch gerettet werden und nach langer Trockenzeit, ist es sogar bis heute noch, funktionsfähig. Abends haben wir noch vom Vortag ein paar Würstchen übrig und aus Achim seiner Notreserve, machen wir uns über seine Gulaschsuppe, her. Wir haben kurz hinter Ivalo einen Campingplatz mit Wasserzugang gefunden und nehmen uns hier wieder eine Hütte, mit Sauna, um die Knochen warm zu bekommen. Ukonjärven Lomakylä (Camping). Können die Hütte mit ordentlich viel Holz einheizen und genießen die abgeschiedene Stille.
    Tag 9 Di., den 14.07.15 Rund 590 Km
    Wir haben verhältnismäßig lange geschlafen und starten auch erst nachdem wir uns unsere Futter in die Klamotten eingezogen haben. Wir haben es sechs Grad und leichter Sprühregen bereitet uns nicht gerade Freude aufs fahren. Nach 30 km, um 11:00 Uhr erst einmal ein Tankstopp und dann geht es ab nach Kirkenes (Camping Eirik Olsens in Maggadalen). Bei Näätämö machen wir den nächsten Stopp und wundern uns darüber, dass die Leute, die aus dem Supermarkt kommen, kleine Grilltüten bei sich tragen. Also nichts wie rein und siehe da, es gibt lecker frisch gegrillte Rippchen, sowie Hühnerkeulen. Somit ist unser Mittagstisch gesichert und wir laden nach dem Mal noch schnell zwei Paletten Bier auf die Moppeds. Wir müssen leider feststellen, dass das Material der Bierdosen doch erheblich dünner ist als in Deutschland, da die Büchsen bei der kleinsten Beule zerplatzen. Andy und Achim wollen sich dann um eine Unterkunft in der Nähe kümmern. Holger und ich sind noch guter Dinge und wir wollen noch mal eben schnell einen Abstecher zur Barentssee (Grense Jakobselv) und dann auch noch Oskar II’s Kapell von außen angesehen. Von hieraus noch in einem Naturschutzgebiet auf einen Wachturm geklettert und nach Russland rüber geschaut. Da war dann die Verbrennungsanlage Nikel. Somit waren wir dann auch im „Dreiländereck Norwegen Finnland Russland“. Danach dann aber schnell zurück, denn die Zeit ist uns schon fast davon gelaufen. Es ist dann schon 23:30 Uhr, als wir in unserer Hütte ankommen, aber da wir ja recht weit oben sind, wird es ja eh nicht dunkel. Andy und Achim haben eine schöne Hütte mit Sauna gefunden und wir entschließen uns einen Tag Auszeit zu nehmen und bleiben eine Nacht länger in der Hütte.
    Tag 10 Mi., den 15.07.15 Rund 355 km
    Am nächsten Morgen geht es auf nach Vardo, was eine kleine Insel an der Nordöstlichen Seite von Norwegen, ist. Hier führt ein kleiner Tunnel von 2800 m hin, welcher knapp 80 m UMS liegt. Noch hoch bis in die Spitze und dann zur Hütte zurück. Auf den Küstenstraßen unheimlich viele Schafe und extremer Wind. Auf dem Rückweg noch schnell ein paar Einkäufe erledigt und abends gab es dann Nudel mit Hackfleisch. Beim späteren Spaziergang verliere ich mich doch glatt im angrenzenden Fluss und es ist ein glücklicher Umstand, dass die Hütte eine Sauna hat um die Schuhe noch schnell trocken zu kriegen.
    Tag 11 Do., den 16.07.15 Rund 590 km
    Wir sind zeitig gestartet und machen uns auf den Weg zur Tankstelle in Ifjord, da wir bis nach Gamvik bzw. dort bis nach Slettnes hinauf wollen. Die Fahrt bis zum Leuchtturm, wird mit einer herrlichen Aussicht und einen Eintrag ins Buch belohnt, auch wenn das letzte Stück Weg, doch etwas anspruchsvoller für die Motorräder ist. Aber jedes Stück hat sich gelohnt. Auf den Bergen war teilweise die Vegetationsgrenze erreicht und etliche Schafe säumen unseren Weg. Am Abend kommen wir in einer Jugendherberge in Lakselv (Karalaks) unter. Eine kleine Hütte, die aber auch mal reicht. Nun ist mal wieder Resteabend und wir vernichten Spagetti, Ravioli und Spiralnudeln mit einer Soße aus einer Tüte Gulaschsuppe (Achim sei Dank). Der Abend ist dann auch schon um 21:30 Uhr ausgeklungen.


    Ende Teil I

    Guten Morgen liebe Regina alles liebe zum Butzeltag. Mögen all Deine Wünsche in Erfüllung gehen. Genieße den Tag und fühle Dich aus der Ferne gedrückt.

    Auch ich wünsche Euch Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Feiert schön und lasst es ordentlich krachen, damit die bösen Geister auch 2015 fern bleiben.
    Kommt heil an und hoffentlich starte Ihr nicht mit einem Kater


    Liebe Grüße
    Carsten

    Hey Michel


    also ich für meinen Teil halte nicht so sehr viel von diesen Gruppen. Da ich Schicht arbeite und mein Handy aber immer an habe, verlasse ich solche Gruppen immer sehr zügig wieder.
    Ich stehe dann immer noch auf den guten alten direkten Anruf :D ;D


    Gruß
    Carsten